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    Hauptverteiler
    Hauptverteiler aus dem 19. Jahrhundert

    Ein Hauptverteiler befindet sich in jeder Vermittlungsstelle.
    Die Abkürzung heißt  HVt.

     

    Dieser der zentrale Verteiler einer Vermittlungsstelle befindet sich meistens im Keller des Gebäudes. An diesem Verteiler werden alle eingehen Kabel von den Teilnehmern oder von den anderen Vermittlungsstellen aufgelegt.

     

    Die Leitungen von den Wählern der Vermittlungsstelle werden auf der anderen Seite dieses Hauptverteilers aufgelegt. Durch einen Rangierdraht wird die gewünschte Teilnehmerleitung dann mit dem zugehörigen 1. Vorwähler oder der Teilnehmerschaltung verbunden.

     

    Das Bild zeigt einen Hauptverteiler einer großen Vermittlungsstelle aus dem 19 Jahrhundert. Dieser Verteiler hat noch Schraubklemmen. Der Aufbau unterscheidet sich von den neueren Verteilern. 


    Hauptverteiler waagrechte Seite mit Rangierkabel

    Das Bild zeigt die waagrechte Seite eines Hauptverteilers mit den Anschlussklemmen (Lötösenklemmen). Dahinter sind die Rangierdrähte zu sehen.

     

    Folgender Text aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie - Stand 2.4.2013


    Hauptverteiler des Telefonnetzes in Deutschland


    Hauptverteiler stehen im Zentrum eines Anschlussbereiches (ASB) eines Ortsnetzes. Vom Hauptverteiler sind Hauptkabel zu den einzelnen Kabelverzweigern verlegt, von denen dann die Verzweigungskabel zu den einzelnen Haushalten verlegt sind.

    Am Hauptverteiler einer Teilnehmervermittlungsstelle werden die Teilnehmeranschlussleitungen, die nach außen zu den Teilnehmern führen, angeschlossen und bei Bedarf mit den technischen Einrichtungen eines Netzbetreibers verbunden (rangiert). Am HVt sind u. a. die analogen (POTS) und digitalen Ports (ISDN) einer Vermittlungsstelle sowie Verbindungskabel zu anderen Netzbetreibern angeschlossen.
    Am Hauptverteiler werden außer den Telefonanschlüssen auch xDSL-Anschlüsse und Festverbindungen geschaltet. In Deutschland gibt es rund 8000 Hauptverteiler. Das von einem Hauptverteiler versorgte Gebiet ist der Anschlussbereich.

    Jeder Hauptverteiler trägt zur Unterscheidung die Kennnummer des Anschlussbereiches (z. B. HVt 35 für Hauptverteiler Nr. 35). In früheren Zeiten hatten alle Telefonanschlüsse, die über einen Hauptverteiler geschaltet waren teilidentische Rufnummern. So hatten z. B. alle geschalteten Anschlüsse des HVt35 eine Rufnummer, die mit 35 begann. Dies war durch die elektromechanische Technik bedingt. Mit der Einführung der digitalen Vermittlungstechnik und der damit verbundenen Möglichkeit, eine Rufnummer auch über verschiedene Anschlussbereiche zu portieren entfiel diese feste Anschlussbereichszuordnung anhand der Rufnummer.

    Aufbau


    Der Hauptverteiler einer Vermittlungsstelle besteht aus einem etwa 3 m hohen freistehenden Stahlgerüst, an dem die einzelnen Verschaltungselemente („Schaltstreifen“ und „Trennleisten“) befestigt sind. Er hat eine „senkrechte Seite“ und eine „waagrechte Seite“. Auf der senkrechten Seite sind die Trennleisten senkrecht angebracht, von dort führen Kabel in den Kabelaufteilungskeller der Vermittlungsstelle. Von dort aus führen druckluftüberwachte Hauptkabel zu den Kabelverzweigern. Auf der waagerechten Seite sind die Schaltstreifen waagerecht befestigt, dort sind die technischen Einrichtungen abgeschlossen. Dies sind die Portbaugruppen der Vermittlungsstelle, sowie die Port der DSLAM und die Verbindungskabel zu weiteren Netzbetreibern.

    Es gibt auch HVts mit Wandaufstellung, bei denen die waagrechte Seite oben und die senkrechte Seite unten angeordnet sind. Dies sind aber nur sehr kleine Netzknoten, die keinen großen Platzbedarf benötigen.
    In einigen Vermittlungsstellen sind auch Schaltstreifen auf der Seite der „senkrechten“ Streifen montiert worden. Diese werden zumeist von Netzknoten gespeist, die sich außerhalb der Vermittlungsstelle befinden. Da diese streng genommen auch über Erdkabel gespeist werden, sind sie konsequenterweise an der senkrechten Seite anzuordnen.

    In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts gab es außerdem Versuche in Mannheim, HVts nur mit senkrechten Seiten zu konstruieren, dies sollte den Einsatz von Schaltrobotern begünstigen, konnte sich letztlich jedoch nicht durchsetzen.

    Zur Zeit existieren zwei unterschiedliche Formen des Hauptverteilers: HVt 55 und HVt 71. Die Zahlen bezeichnen in etwa die Entwicklungsjahre (1955 und 1971) der jeweiligen Komponenten. Beide Typen können auch am selben HVt vorkommen, da die mechanische Konstruktion des „Gerüstes“ fast identisch ist und nur die Schaltstreifen sich unterscheiden. Die wesentlichen Unterschiede sind:

    • Der HVt 71 ermöglicht durch eine höhere Packungsdichte der Kontakte wesentlich mehr Anschlussmöglichkeiten von Technik (waagerecht) und Hauptkabeln (senkrecht).
    • Während beim HVt 55 die Leitungen an den Schaltstreifen verlötet werden mussten, werden sie beim HVt 71 mit löt-, schraub- und abisolierfreien Schneidklemmen (LSA-Technik) verschaltet.

    Neben den schon genannten Typen (wobei die Serie 55 nicht mehr aufgebaut wird) werden zahlreiche weitere Serien angeboten, zum Beispiel:

    • Serie 5000 (/HVT 95)
    • LSA+ (und Typvariationen)
    • Serie 1000RT.

    Diese Serien werden heute noch auf dem deutschen Markt angeboten. Auf dem Weltmarkt befinden sich weitere Produkte, deren Verbreitung in Deutschland jedoch nahezu keine Bedeutung hat. Das aktuell in Deutschland wohl am häufigsten eingesetzte Produkt ist der HVt 71. Neben der Aufgabe, Kontakt zwischen den Teilnehmerkabeln und Schaltkabeln herzustellen, schützt der Hauptverteiler häufig über optional steckbare Schutzkassetten gegen Überspannungen und Überströme (z. B. durch Blitzeinschlag oder sogenannten Powercontact). Die für den Betrieb von DSL notwendigen DSL-Weichen können ebenfalls im Hauptverteiler untergebracht werden (HVt-integrierte DSL-Weiche, englisch: MDF integrated Splitter).

     

    Schalten von Verbindungen


    Zum Verbinden einer beliebigen Leitung der waagerechten Seite mit einer beliebigen Leitung der senkrechten Seite wird zwischen den beiden Seiten mit Schaltdraht rangiert. Jede geschaltete Leitung wird in einer Datenbank dokumentiert. Dazu gibt es sowohl auf der waagerechten als auch auf der senkrechten Seite „Koordinaten“.

    Die Koordinaten bezeichnet man auf der senkrechten Seite als Reihe, Leiste, Stift, auf der waagerechten Seite als Bucht, Zeile, Schaltelement und Stift.

    Zum Beispiel bedeutet eine Angabe für ein Port (waagerechte Seite) von 501-07-16-3, dass es sich hierbei (die Bezeichnungen der waagerechten Seite werden meistens mit 501+ nummeriert) um die erste Bucht handelt, die Höhenlage ist 7 (von oben nach unten gezählt), im Schaltstreifen geht es um das 16. Schaltelement, und innerhalb dieses Elementes ist der Stift 3 gemeint. Ein waagerechter Streifen belegt in der Regel 5 Buchten (z. B. von 501 bis 505), aber es gibt auch kleinere Schaltstreifen, die entweder nur eine oder eineinhalb Buchten einnehmen. Nimmt ein Streifen mehrere Buchten ein, beziehen sich die Koordinaten generell auf den Startpunkt, bei Streifen, die jeweils in eine Bucht alleine passen, würde die jeweilige Bucht angegeben werden (z. B. 503 anstatt 501).

    Weitere Funktionen


    Am Hauptverteiler werden auch Prüfmittel (in Deutschland Systemexterne Prüftechnik (SEPT)) angewendet, mit denen sowohl die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) gemessen und geprüft werden kann, als auch der Port des Teilnehmers an der Vermittlungsanlage (zum Beispiel Speisung und Rufspannung). In manchen Ländern werden am Hauptverteiler auch Überspannungsschutzableiter installiert, um die Vermittlungsanlage vor Überspannung, die über die Teilnehmeranschlussleitung herangeführt werden kann, zu schützen.

    Abkürzung:  HVt
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Hauptverteiler Vermittlungsstelle Weitere Informationen verfuegbar Hauptverteiler Vermittlungsstelle Weitere Informationen : Hauptverteiler Weitere Informationen verfuegbar Hauptverteiler

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